Evangelische Kirchengemeinde Zur Heimat
  26.6.2017 · 19:26 Uhr
   
Gemeindeleben
Gesellschaftstanz
Gesellschaftstanzgruppe
Im Januar 2003 konnte die Gesellschaftstanzgruppe unserer Gemeinde ihr 10-jähriges Bestehen feiern. Ein großer Teil der 55 Paare, die in dieser Zeit an den Tanzabenden teilgenommen haben bzw. noch „aktiv“ sind, verbrachte am 18. Januar zusammen mit einigen Ehrengästen einen beschwingten Ball-Abend. Zu einem Jubiläum gehören auch Dank und Ehrungen, und so wurde eine Laudatio auf das Ehepaar Vees vorgetragen, das die Tanzgruppe als Hobby-Tanzlehrer betreut. Hier einige Ausschnitte:
10 Jahre besteht nun schon unsere Tanzgruppe und wir – Wolfgang und ich, die wir ja schließlich von Anfang an mit dabei sind – haben uns drei Kardinalfragen gestellt:
  • Was zeichnet diese Gruppe aus?
  • Was ist wohl das Besondere an ihr?
  • Weshalb macht es immer noch so viel Spaß, dazuzugehören?
Für viele Paare, die Spaß an der Bewegung nach Musik haben, ist es neben so vielen getrennt voneinander laufenden Aktivitäten eine gemeinsame Veranstaltung, die zudem gleich am Anfang der Woche stattfindet und damit für die ganze Woche eine gewisse Fitness schafft.
Außerdem ist es natürlich auch die Freude, die Vielfalt verschiedener Schrittkombinationen zu erlernen, die wenige von uns vielleicht schon mal in grauer Vorzeit beherrschten. – Nun aber werden die Tanzschritte durch Gabys und Christians geradezu unermüdliche Geduld wieder hervorgezaubert, aufgefrischt, angereichert, modernisiert, ja runderneuert. Ein nicht unwesentlicher Teil unseres Tanzabends ist sicherlich für viele auch die Pause. Dabei sitzt die Gruppe bei brennenden Kerzen und Getränken zusammen und klönt über alles und jedes, wobei der Lärmpegel oft beachtliche Phonstärken erreichen kann. Dabei haben sich zwischen einzelnen Paaren schon Freundschaften gebildet, die über die Tanzabende weit hinaus reichen. Irgendwann gegen Ende der Pause erhebt sich dann Christian und stellt den Chachacha an, der fast immer nach der Pause dran ist. Und dann geht's in den Endspurt. Dies ist oft durchaus wörtlich zu nehmen, weil unsere Tanzlehrer gerne einige schnelle Tänze ans Ende des Abends legen, sodass man häufig danach reif für die Dusche ist. Nicht genug gerühmt werden kann das pädagogische Talent unserer Tanzlehrer: Wir können uns noch sehr gut an die ersten Tanzabende erinnern, an denen wir dann unter dem Eindruck der vielen neuen Schritte dachten: Meine Güte, das schaffen wir nie, das geht nicht in den Kopf rein, das müssen wir aufzeichnen wie Fährten von Tieren im Schnee und müssen es dann zu Hause im Wohnzimmer üben. War aber zum Glück nicht erforderlich. Denn, oh Glück, es wurde wiederholt und wiederholt und wiederholt und man wurde sicherer und sicherer und zunehmend konnte das Gehirn entlastet werden, weil einzelne Schrittkombinationen von den Beinen mehr oder weniger automatisch ausgeführt wurden. Es zeigte sich: Die Mischung macht's: Immer kam Neues dazu, aber immer wurde auch Altes wiederholt. Eine ganz besondere Herausforderung ist die Fluktuation in der Gruppe, die stets für neu Hinzukommende offen ist: Hin und wieder verlassen einzelne Paare die Gruppe, andere kommen hinzu. Und gerade bei den Neuen besteht für unsere Tanzlehrer die Schwierigkeit, diese behutsam zu integrieren, ohne sie zu entmutigen, aber zur selben Zeit auch dem "Altbestand" der Tanzgruppe immer etwas Neues zu bieten. Das haben die beiden bisher in geradezu bravouröser Weise gemeistert. Wenn Gaby und Christian dann mehrere Schrittkombinationen zusammenstellen, vortanzen und durch den großen Saal wirbeln, dass wir alle uns an die Wände drücken müssen, denken wir: Wie schön! So möchten wir auch tanzen können, oder wenigstens ein klein wenig von der Eleganz und der Schrittvielfalt lernen. – Aber wir sind alle auf dem Weg dorthin, es ist nur eine Frage der Zeit!
Liebe Gaby, lieber Christian, wir danken Euch. Ihr habt unser Leben wesentlich bereichert.
Eure Gabi und Wolfgang Schmidt-Hidding und alle anderen Tanzbegeisterten
Eurer Montagsgruppe