Evangelische Kirchengemeinde Zur Heimat
  25.4.2018 · 0:57 Uhr
   
Gemeinde
Relieftafeln in der Kirche
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Tafel IX – Sicherheit
Der Tanz um das Goldene Kalb
Als aber das Volk sah, dass Mose so lange nicht vom Berg herabkam, sammelte es sich um Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns einen Gott, der vor uns herziehe; denn wir wissen nicht, was dem da zugestoßen ist, dem Mose, dem Mann, der uns aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat. Aaron sprach zu ihnen: Reißt die goldenen Ringe ab, die eure Frauen, eure Söhne und Töchter an den Ohren tragen, und bringt sie zu mir her. Da rissen sich alle Leute die goldenen Ringe ab, die sie an den Ohren trugen, und brachten sie zu Aaron. Und er nahm das Gold aus ihrer Hand, goss es in eine Tonform und machte daraus ein gegossenes Kalb. Da sprachen sie: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat. Als Aaron das sah, baute er einen Altar vor demselben und ließ ausrufen: Morgen ist ein Fest für den Herrn. Und am andern Morgen in der Frühe opferten sie Brandopfer und brachten Heilsopfer dar; danach setzte sich das Volk nieder, zu essen und zu trinken und dann erhoben sie sich, um sich zu belustigen.
2. Mose 32,1–6
„Du sollst dir kein Bildnis noch Gleichnis machen!“ Gott will unsichtbar und undarstellbar bleiben, weil er der Herr ist. Ein dargestellter Gott wird zum Götzen der eigenen religiösen Wünsche. Das Volk ist nicht mehr nach vorn ausgerichtet, es geht nicht mehr an der Hand des unsichtbaren, aber starken Gottes in die nicht geschaute, aber geglaubte Zukunft. Es hat sich seinen Gott dargestellt. Nun ist er in ihrer Mitte. Sie umschließen und umtanzen ihn. Sie haben ihn in ihrer Hand als das Unterpfand ihrer Wünsche. Nur noch dem Namen nach feiern sie ein Fest des Herrn, in Wirklichkeit berauschen sie sich an ihrer eigenen Religion.
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