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| 5.2.2012 · 10:15 Uhr | ||

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| frei! | ![]() |
| Februar 12 | |
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Monatsspruch Februar:
„Alles ist erlaubt – aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt – aber nicht alles baut auf. Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen.“ (1.Kor 10,23-24)
Liebe Leserinnen und Leser,
die ganz große Freiheit! Der Traum von der großen Freiheit:
Einmal frei sein von allem, was drückt und zwängt!
Einmal frei sein von allen lästigen Verpflichtungen.
Einmal frei sein, das zu tun, was man gerade will.
Einmal frei sein in allen Entscheidungen …
Alles müsste möglich sein, alles müsste erlaubt sein!
Frei wie ein Vogel, der sich vom Winde tragen lässt an die Enden der Erde.
Und gerade Paulus ist es, der uns diese große Freiheit zuspricht:
Alles ist erlaubt!
Keine konventionellen Zwänge, keine Beschränkungen
in den Essensvorschriften, in der Kleiderordnung.
Alles erlaubt:
Längst regt sich niemand mehr darüber auf,
wenn am Sonntag im Gottesdienst Jeans getragen werden.
Alles erlaubt:
Niemand ist gezwungen, längst überholte Traditionen zu pflegen.
Alles erlaubt:
Neue Lebensformen ausprobieren,
Freundschaft neu definieren,
neue Rituale erfinden, andere Lieder singen … Alles erlaubt!
Wirklich alles erlaubt?
Paulus schränkt seine Ansage von der großen Freiheit ganz deutlich ein:
Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch nützlich und förderlich.
Nicht alles, was erlaubt ist, baut auch auf
und dient dem friedlichen und wohltuenden Miteinander.
Nicht alles, was erlaubt ist, ist für die Gemeinschaft gut.
Denn das soll jede und jeder im Blick behalten:
Nicht der eigene Vorteil oder das eigene Wohlbefinden soll unser Handeln und Denken bestimmen,
sondern das, was der ganzen Gemeinde dienlich und nützlich ist.
Die Liebe und die Verantwortung für die anderen sollen das Maß der Freiheit sein.
Die Freiheit, die Paulus beschreibt ist viel radikaler,
viel tiefgreifender als die Loslösung von Konventionen:
Durch die Liebe Christi sollen wir uns
komplett und ganz und gar verändern und befreien lassen.
Die große Last, ob wir denn allen Vorschriften, Pflichten, Gesetzen und Geboten
auch vollauf genügt haben, ist uns schon von der Seele genommen worden.
All das zählt nicht mehr angesichts der Liebe Christi, die wir erfahren.
Maßgeblich und handlungsleitend soll die Liebe sein,
die die ganze Gemeinde untereinander verbindet:
Rücksicht nehmen,
die Fragen oder Bedenken der anderen ernst nehmen,
den anderen ertragen,
das Gespräch suchen und erklären,
den anderen nicht überfordern,
vielleicht auch einmal verzichten,
freundlich auf den anderen zugehen,
abwarten,
oder vielleicht auch einmal etwas wagen,
dem anderen vertrauen!
Es ist die Liebe, die trägt und aufbaut und wachsen lässt!
Möge sich auch unsere Gemeinde Zur Heimat vertrauensvoll von dieser großen
Freiheit anstecken lassen!
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Pfarrerin Irene Ahrens-Cornely | |